09: Akkorde

Ein Akkord sind mehrere Töne, die gleichzeitig erklingen. Wir zerlegen ihn in einzelne Töne und spielen sie nacheinander, das nennt man Arpeggio. Der erste Akkord ist E-Moll (E, G, B), danach folgen C-Dur (C, E, G), G-Dur (G, B, D) und D-Dur (D, F#, A).

Vier Akkorde, jeder einen Takt lang: eine Akkordfolge (Progression). Dieselbe Folge steckt in unzähligen Hits. Der Bass spielt jeweils den untersten Ton des Akkords, den Grundton, und gibt der Folge ihr Fundament. Die Drums haben jetzt vier Zeilen, damit sie genauso lang sind wie die Akkordfolge.

Exkurs: Warum steht hier B, wo ich H gelernt habe?

Im Mittelalter gab es zwischen A und C zwei Varianten desselben Tons: ein tieferes, „weiches“ b (b molle, rund geschrieben) und ein höheres, „hartes“ b (b durum, eckig geschrieben). In deutschen Handschriften sah das eckige b irgendwann aus wie ein h. So wurde im deutschen Sprachraum aus dem hohen Ton das H, und das runde B blieb für den tieferen Ton.

Im englischen Sprachraum und in fast jeder Musiksoftware ist es anders: Der Ton, den wir H nennen, heißt dort B, und das tiefere B schreibt man mit Vorzeichen als Bb. Hier im Quelltext gilt die englische Schreibweise. Was du im Musikunterricht als H gelernt hast, tippst du also als B: B3 ist das H direkt unter dem mittleren C (C4).

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